Domchorfahrt nach Leipzig 2016

Über das verlängerte Wochenende vom 1. bis zum 3. Oktober hat der Rottenburger Domchor eine Chorfahrt in die sächsische Kultur- und Messestadt Leipzig unternommen.
Nach der achtstündigen Anreise stand sogleich ein musikalisches Ereignis auf dem Programm: Ein Besuch der "Motette" in der Leipziger Thomaskirche, in der Johann Sebastian Bach 27 Jahre bis zu seinem Tod Kantor war. Das Leipziger Barockorchester und die Solistinnen Anja Pösche (Sopran) und Susanne Langner musizierten unter der Leitung von Thomasorganist Ullrich Böhme u. a. die Bachkantaten "Jauchzet Gott in allen Landen" BWV 51 und "Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust" BWV 170. Der Domchor lauschte der Musik mit Blick auf Johann Sebastian Bachs langjährige Wirkungs- und letzte Ruhestätte. Im anschließenden Stadtrundgang durch die Innenstadt erfuhren die Chormitglieder Wissenswertes über Geschichte und Kultur Leipzigs und entdeckten interessante Häuser, Höfe und Passagen. Die Führung endete an der berühmten Nikolaikirche, zentraler Ort der friedlichen Revolution in der DDR im Herbst 1989. Im historischen Ambiente des Brauereigasthofes "Bayerischer Bahnhof" klang der Abend mit einem bunten und reichhaltigen Buffet aus.

Ziel- und Höhepunkt der Chorfahrt war die musikalische Gestaltung des Sonntagsgottesdienstes in der vor einem Jahr eingeweihten Propsteikirche St. Trinitatis sowie das Wiedersehen mit dem Kirchenmusiker der Propsteikirche Stephan Rommelspacher, das leider krankheitsbedingt entfallen musste. Dafür wurde der Chor im Anschluss an die gemeinsam gefeierte und gestaltete Messe sehr freundlich vom Propst der Propsteikirche Gregor Giele empfangen und im Rahmen einer kurzweiligen Kirchenführung über die Konzeption des modernen Kirchenbaus und deren Umsetzung informiert. Die nachmittägliche Stadtrundfahrt per Bus quer durch Leipzig ließ den Chor etwas von alter und neuer Größe der Messestadt erahnen und führte u. a. am Zoo vorbei durch besonders schöne Wohnviertel, über das alte Messegelände bis hin zum imposanten Völkerschlachtdenkmal von 1813. Danach tauchten einige der Chormitglieder noch im Panometer Leipzig in Yadegar Asisis monumentalem Panoramabild des Great Barrier Reefs in die Unterwasserwelt Australiens ab. Der zweite Abend begann mit einer kulinarischen Zeitreise in die DDR: In der "Gaststätte Kollektiv" wartete ein umfangreiches Buffet mit sächsischen und thüringischen Spezialitäten auf die Domchormitglieder. Später trafen sich die SängerInnen noch in der Lounge des Penta Hotels.
Am nächsten Morgen hieß es nach dem opulenten Hotelfrühstück Abschied nehmen von Leipzig: Beschenkt mit vielen guten Eindrücken ging es zurück nach Rottenburg.